Hilfe und Therapie bei psychosomatischen Beschwerden
Hilfe und Therapie bei psychosomatischen Beschwerden

Hilfe bei psychosomatischen Erkrankungen

Essen gehört zum Leben. Essverhalten ist jedoch sehr individuell. Für einige Menschen stellt es schlichtweg eine Notwendigkeit dar, die mit wenig Lust verbunden ist. Manche zelebrieren Mahlzeiten und genießen sie im Übermaß, während andere versuchen, sich beim Essen einzuschränken, Diät zu halten und Gewicht zu reduzieren. Die Beschäftigung mit der Nahrungsaufnahme kann dabei ungesunde Ausmaße annehmen und zur Entwicklung einer Essstörung führen, die ohne professionelle Hilfe und Therapie nicht bewältigt werden kann. In der Behandlung von Essstörungen wie Anorexie, Bulimie oder Binge-Eating bietet Psychotherapie die Möglichkeit sich mit Ursachen und Entstehung zu beschäftigen und das eigene Essverhalten zu bearbeiten.

Psychosomatik – Was sind psychosomatische Krankheitsbilder?

Psychosomatische Erkrankungen und somatoforme Störungen kennzeichnen sich dadurch, dass körperliche Beschwerden über einen langen Zeitraum bestehen, ihnen jedoch keine körperlichen Ursachen zugrunde liegen.

Meist wird eine Reihe von Ärzt*innen aufgesucht und verschiedene Untersuchungen und Abklärungen getroffen, die jedoch keine oder nur unzureichende Ergebnisse zutage bringen. Das bedeutet, dass die Medizin trotz vorliegender Beschwerden keine körperliche Ursache ermitteln kann.

Für Betroffene ist das sehr belastend, da sie unter starken Symptomen und Schmerzen leiden und ihre Beschwerden loswerden und behandeln möchten. Da Mediziner*innen keine direkten Ursachen erkennen und eine psychosomatische Komponente vermuten, erfolgte oft die Empfehlung einer Psychotherapie, die Betroffene wieder Hoffnung gibt und Hilfe bietet.

Zur Diagnose somatoformer Störungen

Für Betroffene ist der Weg zur richtigen Behandlung oft mühsam. Seitens der Medizin hören sie, dass ihnen trotz starker Symptome nichts fehle und sie gesund wären, was zu Hoffnungslosigkeit und Frustration führt. Häufig fühlen Sie sich mit ihren Problemen alleine gelassen.
Auch die Stellung der Diagnose einer psychosomatischen Erkrankung bzw. somatoformen Störung kann verunsichernd wirken. Es kann das Gefühl entstehen, dass die Krankheit eigentlich gar nicht vorhanden und nur eingebildet ist. Das ist jedoch nicht so! Auch bei körperlichen Beschwerden, deren Ursachen psychisch bedingt sind, sind die Symptome echt und tatsächlich vorhanden. Psychosomatische Erkrankungen können dabei in unterschiedlichen Formen auftreten. Es kann dabei im Grund jeder Körperteil und jedes Körpersystem betroffen sein.

Psychotherapie bei somatoformen Störungen

Häufige Beschwerden und Krankheitsbilder in der Therapie

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Verspannungen, Nacken- oder Rückenschmerzen
  • Beschwerden des Verdauungssystems; u. a. Verstopfung, Durchfall, Reizdarmsyndrom, Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen
  • Geräusche im Ohr / Tinnitus
  • Schwindelgefühle
  • Herzrasen oder Herzstolpern
  • sexuelle Beschwerden wie Unlust, Erektionsprobleme, Impotenz
  • Hauterkrankungen wie Ausschläge; Brennen oder Jucken
  • Atembeschwerden, Luftnot

Dass Beschwerden eine psychosomatische Ursache haben, ist für Betroffene oft nicht nachvollziehbar. Schließlich fühlen Sie sich in ihrem Leben neben den körperlichen Symptomen nicht bis kaum beeinträchtigt. Manchmal geben sie an keinerlei psychische Belastungen zu spüren und dass in ihrem Leben alles in Ordnung wäre, wenn nur die körperlichen Beschwerden aufhören würden.

Bei psychosomatischen Erkrankungen werden psychische Belastungen und Leid oft gar nicht als solches empfunden oder ihnen bei der Entstehung nur eine geringe Bedeutung beigemessen. Psychotherapie bietet hier die Möglichkeit Ursachen zu ergründen, sowie psychische Belastungen zu erkennen und zu reduzieren.

Ursachen sind vielfältig. Oft sind es Stress, Sorgen, Ängste, ungelöste Konflikte oder Lebensumstände, die belasten und manchmal auch zur Depression führen.

Behandlung und Psychotherapie

In der Behandlung psychosomatischer Erkrankungen kommt es oft zu einer Kombination aus medizinischen und psychotherapeutischen Angeboten. Durch Medikamente können einige Leiden gelindert und Beschwerden behandelt werden. Um der Ursache zu begegnen, die im Innerpsychischen liegt, wird sich zumeist einer Psychotherapie bedient. In einer psychotherapeutischen Behandlung können Ursachen erkannt und Belastungen vermindert werden. In der Regel kommt es zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und Empfinden. Das Klären von Gefühlen, die oft anfangs einer Therapie kaum spürbar sind und sich körperlich manifestieren, ist hierbei ein wesentlicher Aspekt. Im Verlauf entsteht somit ein tieferes Verständnis für sich selbst und seine inneren Vorgänge. In der Regel erfolgt Psychotherapie im ambulanten Setting bei niedergelassenen Psychotherapeut*innen.

In meiner Praxis für personzentrierte Psychotherapie in Wien arbeite ich häufig mit Personen, die an psychosomatischen Beschwerden leiden. Sind auch Sie davon betroffen und suchen Hilfe in Form einer Gesprächstherapie? Nehmen Sie Kontakt mit mir auf und wir klären in einem ersten Gespräch, ob mein Angebot das Richtige für Sie und Ihr Anliegen ist.

FAQ / Häufig gestellte Fragen:

Ein Burnout äußert sich durch Symptome wie emotionaler Erschöpfung, Gefühle von Überlastung und Gereiztheit. Personen ziehen sich zurück und distanzieren sich von sozialen Kontakten. Es besteht das Gefühl nicht mehr leistungsfähig zu sein. Häufig geht ein Burnout mit Schlafstörungen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen einher.

Die Abgrenzung ist oft schwierig, da sich die Symptome – wie Schlafstörungen oder Kraftlosigkeit – überschneiden. Während beim Burnout der Bezug zur äußeren Belastung meist klar erkennbar ist, liegen die Wurzeln einer Depression oft tiefer im Verborgenen. Im Rahmen einer fundierten Therapie lassen sich die Hintergründe Ihrer Symptomatik klären.

Ein Burnout-Syndrom lässt sich in der Regel gut mittels Psychotherapie behandeln. Die Therapie bietet Raum auf die eigene Lebenssituation und Symptomatik einzugehen und erste Schritte hin zu einer Lebensveränderung zu setzen. Bei ausgeprägter Symptomatik kann zudem eine fachärztliche medikamentöse Unterstützung Hilfe leisten.

In einigen Fällen kann zu Beginn oder während der Behandlung auch eine psychische Reha Unterstützung bieten und dabei helfen Kreisläufe zu durchbrechen.

Die Dauer einer Burnout-Behandlung hängt davon ab wie lange eine Symptomatik und wie ausgeprägt die Symptomatik besteht. Durch Psychotherapie (und bei Bedarf medikamentöser Einstellung) zeigt sich in der Regel relativ rasch innerhalb weniger Wochen eine erste Verbesserung der Symptomatik. Da sich ein Burnout über einen längeren Zeitraum entwickelt, benötigt es jedoch auch Geduld dieses nachhaltig zu bearbeiten. Auch wenn Symptome abnehmen, sich eine Person wieder leistungsfähig fühlt, ist es in der Regel ein schrittweiser Prozess wieder in den (Arbeits)alltag zu finden. Dabei kann Psychotherapie eine wertvolle Unterstützung sein und auch im präventiven Sinn dabei begleiten nicht wieder in eine derartige Phase zu geraten.

Ihre seelische Gesundheit im Fokus. Vereinbaren Sie einen Termin zum Kennenlernen, um abzuklären, wie ich Ihnen helfen kann.