Sucht und Abhängigkeit

Unter Sucht wird ein innerlicher Drang verstanden einen gewissen Erlebenszustand herbeizuführen. Dieses Verlangen kann sich auf den Konsum bestimmter Substanzen wie Akohol, Drogen oder Medikamente beziehen oder auch substanzungebunden sein, wie beispielsweise bei der Spiel- oder Kaufsucht.

Bei der Entstehung von Sucht entwickelt sich von einer Gewohnheit über einen missbräuchlichen Konsum eine Abhängigkeit. Durch ein bestimmtes herbeigeführtes Erleben (Rausch) wird versucht negativen Gefühlen zu entgehen. Oft stellt die Substanz oder das Verhalten, das mit der Sucht einhergeht, für die Betroffenen die einzige Möglichkeit dar und wird von einem starken Verlangen begleitet.
Im Bereich der legalen Substanzen sind es meist Nikotin oder Alkohol, die zu einer Abhängigkeit führen. Bei den illegalen Drogen sind unter anderem Cannabis, Amphetamine (Speed, Crystal), Kokain oder Heroin zu nennen. Generell muss zwischen einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit (Entzugserscheinungen) unterschieden werden. Nicht alle Substanzen erzeugen eine körperliche Abhängigkeit, jedoch ist die psychische nicht zu unterschätzen. In der Therapie kommt es zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten und seinen Funktionen. Dahinterliegende negative Gefühle werden abgebaut und alternative Handlungsmöglichkeiten werden erarbeitet.
Dies gilt ebenso für den Bereich der nicht an Substanzen gebundenen Süchte, wie der Internet- oder Computerspielsucht, der Kaufsucht, Sexsucht oder Spielsucht.